Qualitätsrahmen des MDD – Übersicht

Im Folgenden sind die Komponenten des Qualitätsrahmens dargestellt. Details sind im kompletten PDF zu finden.

Der Qualitätsrahmen deckt beide Umsetzungsfelder der Montessori-Pädagogik ab:

  • die Montessori-Praxis in Bildungseinrichtungen (Kinderhäusern und Schulen);
  • die Montessori-Ausbildung durch Ausbildungsorganisationen, unterteilt in
    • die Ausbildungskurse (Montessori-Zusatzausbildungen für PädagogInnen);
    • die Qualifizierung von DozentInnen für diese Ausbildungskurse.

Der Qualitätsrahmen hat folgende Bestandteile:

  • Qualitätsbereiche und deren Qualitätskriterien
  • Selbstverpflichtungen der jeweiligen Organisationen
  • Leitbilder für PädagogInnen und DozentInnen.

Qualitätsbereiche

Qualitätsbereiche sind konkrete qualitätsrelevante Aspekte einer Montessori-Einrichtung, eines Ausbildungskurses beziehungsweise der Qualifizierung von DozentInnen. Der Qualitätsrahmen konzentriert sich auf die spezifischen Qualitätsbereiche, die sich aus der Montessori-Pädagogik ergeben. Allgemeine pädagogische Grundlagen und andere, beispielsweise gesetzliche, Vorgaben werden vorausgesetzt.

Bei den Qualitätsbereichen wird unterschieden zwischen

  • strukturellen Bereichen, das heißt definierten Vorbedingungen für die jeweilige Leistungs­­erbringung, und
  • durchführungsbezogenen Bereichen, das heißt Aspekten der Leistungs­erbringung, die dazu dienen, unter Einsatz der bereitgestellten Strukturen die intendierten Ergeb­nisse zu erzielen.

Qualitätskriterien

Qualitätskriterien beschreiben die erfolgreiche Umsetzung des jeweiligen Qualitäts­bereichs, als Entwicklungsziele. Diese Entwicklungsziele entsprechen einer vorbildlichen Umsetzung der Montessori-Pädagogik, selbst wenn sie (beispiels­weise aufgrund gesetz­licher Einschränkungen auf Landesebene) im Einzelfall nicht alle vollständig umgesetzt werden können.

Selbstverpflichtungen Montessori-Praxis

Mittels einer definierten Selbstverpflichtung erkennt die jeweilige Organisation die Ziele des Quali­tätsrahmens und einen pro­zessorien­tierten Weg, diese zu verfolgen und zu erreichen, an.

Selbstverpflichtungen sind sowohl für die MDD-Landesverbände als auch für Bildungseinrichtungen formuliert.

Die mit der Selbstverpflichtung verbundene Anerkennung des Qualitätsrahmens schließt die Bereitschaft der Organisation ein, bei der Qualitätsarbeit den eigenen Status kritisch zu hinterfragen, Entwicklungs­ziele zu formulieren und zu dokumentieren.

 

Selbstverpflichtungen Montessori-Ausbildung
(Ausbildungskurse / Qualifizierung von Dozentinnen)

Selbstverpflichtungen sind sowohl für Ausbildungsorganisationen als auch (wo relevant) für deren lizenzierte Ausbildungs­kursanbieter formuliert. Bei diesen ist die Selbstverpflichtung Voraussetzung für die Lizenzierung ihrer Ausbildungskurse durch die Ausbildungs­organisation.